Vom Nektar der Blütenpflanzen zum fertigen Honig

Jedes Jahr ist es für mich von neuem faszinierend, wie der Honig in die Waben der Bienen gelangt. Ich meine, es ist Winter, die Bienen sind ruhig in ihrem Stock und warten auf den Frühling. Dann zeigen sich die ersten zarten Pflänzchen, wie der Winterling, Krokusse oder die Schneeglöckchen recken sich durch den Frühlingsschnee. Dann blühen Hasel und Kornellkirschen mit ihren gelben Blüten. Aber was ist mit dem Honig? Davon ist noch nicht die Rede. Das Bienenvolk ist erst am Erwachen. Die Königin hat mit Eier legen begonnen und die Sammelbienen sind auf der Suche nach Blütenpollen der für die Brutaufzucht benötigt wird. Das Volk zerrt noch von seinen Vorräten vom letzten Jahr.

Es ist bereits März, am Waldrand sind die weissen Schwarzdornbüsche sichtbar, die stark beflogen werden. Vereinzelt fangen die wilden Kirschen im Wald an zu blühen. Das ist der Start in die Honigsaison, denn erst die Süsskirsche oder auch der vermehrt goldgelb blühende Löwenzahn bringen für das Bienenvolk einen nennenswerten Nektareintrag. Jede Pflanze hat dabei eine individuelle Zuckerzusammensetzung. Hauptzucker dabei sind Saccharose, Fructose (Fruchtzucker) und Glukose (Traubenzucker).

Die Sammelbienen nehmen den Nektar mit ihrem Rüssel in ihrem Honigmagen auf und bringen diesen in den Bienenstock zurück. Ein kleiner Teil davon braucht die Sammelbiene selber, um ihren Energiebedarf zu decken. Den Rest geben sie den Stockbienen weiter, die nun den Nektar mit Enzymen und organischen Säuren anreichern, mehrmals umlagern und ihn schliesslich als fertiger Honig in den Waben einlagern. Auch der Wassergehalt wird auf 20% und weniger reduziert. Wenn alles stimmt, werden die Waben mit einem Wachsüberzug verdeckelt.

Dieser Umwandlungsprozess von den Nektarien der Blüten in den fertigen Honig ist ein Wunder der Natur. Ich meine, eine Biene lebt im Sommer einen Monat lang. Niemand sagt ihr, was sie zu tun hat, sie kann nicht eine letztjährige Biene fragen, wie das schon wieder geht mit dem Honig bereiten – sie weiss es. Alle wissen es. Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt und wiederholt sich jedes Jahr von Neuem.

Gross ist dann die Freude, wenn unsere Bienen volle Honigwaben angelegt  haben, denn nicht jedes Jahr ist das gleich. Das Wetter muss stimmen, so wie diesen Frühling. Wir sind mitten drin in der Ernte und wir können sagen, es gibt heuer ein gutes Honigjahr. Die Kirschen und Obstbäume blühten gut und lange, auch Raps, Löwenzahn und Ahorn war auf dem Speiseplan. Einen Teil vom Honig belassen wir natürlich immer im Volk, so dass niemand Hunger leiden muss. Später im Herbst reichen wir den Bienen zusätzliche Futtergaben, damit die Völker gut überwintern können, doch dazu mehr in einem späteren Beitrag. Zuerst lassen wir einmal den Sommer kommen 🙂

Liebe Grüsse Thomas

So gelingt ein feiner Sonntagszopf

Fast jeden Samstag macht meine Frau ein Zopf, den wir am Sonntagmorgen geniessen. Er ist wirklich sehr lecker. Ich möchte hier zeigen, wie wir unseren Zopf herstellen.

Zuerst nehmen wir das feine Mehl von der Altbachmühle. Es geht aber auch mit ganz normalem Weissmehl. In das Mehl wird die Hefe zerbröselt. Wenn sie schön kalt ist, geht das ganz gut. Ich liebe den Duft von frischer Hefe.. Dazu kommt ein wenig Salz und Zucker. Der Zopf wird dadurch nicht süss, sondern ist der Nährboden für die Hefe, die sich dadurch gut entwickeln kann. Nun die Milch direkt aus dem Kühlschrank beigeben und den Teig von Hand vermischen. Jetzt die die weiche Butter in Würfel beigeben und verkneten, bis der Teig weich und glatt wird. Das geht etwa 10 bis 12 Minuten. Man kann dafür auch eine Knetmaschine benutzen – wir kneten von Hand.

Jetzt wird der Teig in eine Schüssel gelegt und vorzugsweise mit einem Bienenwachstuch abgedeckt. Bei Raumtemperatur ca. 11/2 Std. auf das doppelte aufgehen lassen.

Den Teig in zwei Stränge aufteilen und zu einem Zopf flechten. Bitte darauf achten, dass die Teigstränge eine glatte Oberfläche aufweisen, so sieht der Zopf am Schluss schön aus.

Nun den Zopf mit Eigelb bestreichen. Es ist darauf zu achten, dass kein Eigelb in die Ritzen vom Zopf gelangt, sonst reisst der Zopf beim Backen. Das Ganze nach 30 Minuten nochmal wiederholen und in den auf 200°C vorgeheizten Ofen ca. 30 Minuten goldgelb backen.

Wenn es in der Wohnung so schön nach frisch gebackenem Zopf riecht, freue ich mich immer schon auf den Sonntag. Ein schön gedeckter Tisch mit einer Tasse dampfendem Kaffee, ein 3 Minuten Ei steht auch schon bereit und dazu natürlich ein luftiger, nach Butter riechender Sonntagszopf, wahlweise mit feinem Honig von unseren eigenen Bienen.

So, delicious – so good!

Rezept:

500g Zopfmehl

¾ Esslöffel Salz

1 Teelöffel Zucker

½ Würfel Hefe (20g)

60g Butter

3dl Milch

1 Eigelb

Alle Zutaten sind erhältlich im Regio-Chäs Laden Gelterkinden. Das Fachgeschäft mit über 70 verschiedenen Käsesorten und Spezialitäten.

Bärlauchsenf mit Honig

Jetzt gibt es ihn wieder, den frischen Bärlauch. Unverkennbar im satten Grün an Waldrändern oder im lichten Wald jetzt Ende März gut erkennbar. Ich liebe den leicht nach Knoblauch richenden Bärlauch ungemein. Verwenden kannst du ihn z.Bsp. als Gewürzbeigabe, ich liebe Tomaten-Mozzarella mit kleingeschnittenem Bärlauch garniert, so lecker! Heute möchte ich dir aber unseren Bärlauchsenf mit Honig vorstellen. Er ist schnell gemacht und hält sich im Kühlschrank mehrere Monate.

 

 

 

 

 Rezept:

  • 50 g Senfkörner
  • 30 ml Essig
  • 30-40 ml Wasser
  • 5 g Salz
  • 30 g Bio-Honig
  • 5-10 frische Bärlauchblätter

Senfkörner im Mörser nach beliebiegem Feinheitsgrad vermahlen.

In einer kleinen Pfanne Essig, Wasser, Salz und den Honig auflösen und in den zerriebenen Senf einrühren. Am Anfang nur wenig Flüssikeit einrühren und schauen, wie es die Senfkörner aufnehmen, denn je nach Mahlgrad braucht es mehr oder weniger Wasser. Nun die Bärlauchblätter grob klein schneiden und im Mörser zerrmantschen. Je mehr, desto besser kommt das Aroma raus. Die Blätter dem Senf beigeben und gut durchmischen.

Der Senf muss jetzt noch 2 Tage im Kühlschrank ruhen, idealerweise deckst du ihn mit einem Bienenwachstuch ab. Danach bei Bedarf noch etwas Flüssigeit zugeben und in Gläser abfüllen. Der Senf entfaltet sein ganzes Aroma erst nach ca. 3 Wochen, danach ist er mehrere Monate haltbar.

Viel Spass beim Ausprobieren 😉

Thomas

Biene an Aprikosenblüte

Bio Honig in Produktion

Der Frühling schreitet in grossen Schritten voran und unsere Bienen sind schon sehr fleissig am Nektar sammeln, für unseren feinen Bio-Honig. Auf dem Bild seht ihr Emma in Aktion an einem Aprikosenbaum. An der Stelle ein Dankeschön an babaguess für den tollen Schnappschuss. Bei diesen Temperaturen um 19°C setzt sicher bald das grosse Blühen ein, wofür unser schönes Baselbiet ja weit und breit bekannt ist. Es macht einfach Spass, den Bienen zuzuschauen, wie sie unbeirrt jede Blüte anfliegen und einem inneren Kompass folgend ihre Arbeit verrichten.

New Hompage!

Wir sind sehr happy über die neue Hompage!

Viel vergnügen beim Durchstöbern.